MAKLERPROVISION für Verkäufer

Seit dem 23.12.2020 gilt ein neues Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten. Es legt fest, dass ich den Lohn für meine Dienste auf zwei Rechnungen aufteilen muss. Der Verkäufer einer Immobilie ist nun gesetzlich verpflichtet, wenigstens die Hälfte der Maklerprovision zu bezahlen. Die andere Hälfte der Kosten muss der Käufer der Immobilie tragen. So hat es die große Koalition im August 2019 im Rahmen des so genannten Wohnpaketes gesetzlich verankert. Allerdings gibt es

 Ausnahmen, von denen Sie unbedingt wissen sollten:

Wenn käufer verbraucher Sind

Die neue gesetzliche Vorgabe, dass die Provision hälftig geteilt werden muss, bezieht sich auf den Verkauf von Wohnungen und Häuser, bei denen Käufer gleichzeitig Verbraucher sind. Einfach ausgedrückt: Sie (als Verkäufer) verkaufen an eine Privatperson, die die Immobilie zu Privatzwecken nutzen wird. In diesem "Normalfall" ist es so, dass ich als Immobilienmaklerin jeweils mit dem Verkäufer und dem Käufer einen Vertrag abschließe. Ich betreue also beide Parteien und beide verpflichten sich in gleicher Höhe zur Zahlung meines Maklerlohns. So darf ich etwa auch nicht meiner einer Partei, z.B. dem Verkäufer, vereinbaren, dass ich für diesen unentgeltlich tätig bin, denn sonst würde ich auch von der anderen Partei, z.B. dem Käufer, auch keinen Lohn erhalten.

Meine Beobachtung: Einige Immobilienmakler raten Verkäufern, die Maklerprovision offiziell zu 100% zu übernehmen und sie inoffiziell einfach in den Verkaufswert ihrer Immobilie "einzupreisen". Sprechen Sie mit mir darüber!

übernahme der vollen maklerprovision

Dass bei einem Privatverkauf nur eine Partei die volle Maklerprovision übernimmt, ist nur unter zwei Umständen möglich: Der eine Fall wäre, dass Makler und Verkäufer im Vorfeld eine reine Innenprovision vereinbaren. In diesem Fall zahlt der Verkäufer die gesamte Courtage von z.B. 6 Prozent des Kaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer.
Der andere Fall wäre eine reine Außenprovision und betrifft Suchkunden, also potentielle Käufer. Erteilt mir ein Suchkunde einen provisionspflichtigen Suchauftrag, ist er zur Zahlung der vollen Maklerprovision verpflichtet. Voraussetzung ist aber, dass die Immobilie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht nachgewiesen wurde.

Ausnahme-Immobilien - Ohne Verkäuferprovision Verkaufen

Beauftragen Sie mich mit dem Verkauf eines unbebauten Grundstücks oder eines Mehrfamilienhauses, ist es möglich, die Maklerprovision komplett auf den Käufer umzulegen.
Außerdem müssen die Maklerkosten nicht zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt werden, wenn es sich um eine Gewerbeimmobilie handelt. Wenn Sie also ein Haus oder eine Wohnung zur gewerblichen Nutzung verkaufen oder auch vermieten möchten, können Sie den Lohn für meine Dienste weiterhin ohne die neue Rechtsprechung verhandeln.